„Pünktchen und Anton“ gehört zu den Klassikern unter den deutschen Familienfilmen. 1999 brachte Regisseurin Caroline Link die Geschichte von Erich Kästner neu ins Kino. Elea Geissler und Max Felder spielten damals die beiden Titelrollen. Doch was wurde eigentlich aus den Kinderstars?

Die Geschichte von „Pünktchen und Anton“ handelt von zwei Kindern, deren Lebenswelten kaum unterschiedlicher sein könnten. Luise, genannt Pünktchen, wächst in einer wohlhabenden Familie auf. Ihr bester Freund Anton lebt dagegen mit seiner alleinerziehenden und kranken Mutter in deutlich bescheideneren Verhältnissen.

Weil seine Mutter nicht arbeiten kann, springt Anton heimlich für sie in einer Eisdiele ein. Pünktchen möchte ihrem Freund helfen und versucht schließlich selbst, als Straßenmusikerin Geld zu verdienen.

Regisseurin Caroline Link verlegte Erich Kästners Geschichte für ihre Neuverfilmung ins damalige München und veränderte gegenüber dem Roman einige Handlungsstränge. Am 11. März 1999 kam „Pünktchen und Anton“ in die deutschen Kinos.

Elea Geissler spielte Pünktchen

Elea Geissler übernahm als Luise „Pünktchen“ Pogge ihre erste große Filmrolle. Nach dem Erfolg blieb sie zunächst der Schauspielerei treu.

2002 war sie in „Bibi Blocksberg“ zu sehen, zwei Jahre später folgte „Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen“. Für ihre Rolle in der Fortsetzung wurde sie beim Undine Award als beste jugendliche Nebendarstellerin nominiert.

Daneben übernahm Elea Geissler weitere Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen. Dazu gehörten „Rosamunde Pilcher: Morgen träumen wir gemeinsam“, „Heiratsschwindlerin mit Liebeskummer“ und „Freischwimmer“. 2009 war sie unter anderem in „Der Landarzt“ und „112 – Sie retten dein Leben“ zu sehen.

Danach verabschiedete sich Elea Geissler von der Schauspielerei und zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Heute arbeitet die ehemalige Kinderdarstellerin als Yoga-Lehrerin und Hypnose-Coach. Die Schauspielerei lag bei ihr übrigens in der Familie: Ihre Mutter Dana Geissler ist ebenfalls Schauspielerin.

Max Felder spielte Anton

Auch für Max Felder begann mit „Pünktchen und Anton“ die Karriere vor der Kamera. Der damals Zehnjährige gab als Anton sein Filmdebüt und wurde für seine Darstellung 1999 beim Kinderfilmfestival Goldener Spatz als bester Darsteller ausgezeichnet.

Anschließend folgten zahlreiche weitere Rollen. Max Felder war unter anderem in „Polizeiruf 110“, „In aller Freundschaft“ und „Familie Sonnenfeld“ zu sehen. 2010 spielte er in der ZDF-Märchenverfilmung „Aschenputtel“ den Prinzen Leonhard.

Noch stärker als vor der Kamera machte sich Max Felder jedoch als Synchronsprecher einen Namen. Bereits 1999 sprach er den jungen Tarzan im gleichnamigen Disney-Film. Einem Millionenpublikum dürfte seine Stimme vor allem aus den „Harry Potter“-Filmen bekannt sein: Max Felder ist die deutsche Stimme von Rupert Grint alias Ron Weasley.

Auch Taylor Lautner, Brenton Thwaites und Corbin Bleu wurden regelmäßig von ihm synchronisiert. Anime-Fans kennen Max Felder zudem als deutsche Stimme von Eren Jäger aus „Attack on Titan“.

Während sich Elea Geissler inzwischen aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat, ist Max Felder dem Beruf damit bis heute treu geblieben – wenn auch inzwischen vor allem hinter dem Mikrofon.